Sudoku-Varianten: Killer, X-Sudoku, Samurai & Co.

Das klassische 9×9-Sudoku ist nur der Anfang. Rätselautoren haben die Grundidee – jede Ziffer genau einmal pro Einheit – auf viele Arten erweitert. Manche Varianten fügen zusätzliche Regeln hinzu, andere verändern die Form des Gitters. Hier finden Sie die bekanntesten Spielarten mit ihren Regeln und je einem Tipp zum Einstieg.

Killer-Sudoku

Beim Killer-Sudoku gibt es oft gar keine oder nur sehr wenige Vorgaben. Stattdessen ist das Gitter in gestrichelt umrandete Gruppen von Feldern eingeteilt, die sogenannten Käfige. In der Ecke jedes Käfigs steht eine Zahl: die Summe der Ziffern, die in den Käfig gehören. Zusätzlich zu den normalen Sudoku-Regeln gilt: Innerhalb eines Käfigs darf sich keine Ziffer wiederholen.

Einstiegstipp: Merken Sie sich die „eindeutigen“ Summen. Ein Zweierkäfig mit der Summe 3 kann nur 1+2 enthalten, einer mit 17 nur 8+9. Ein Dreierkäfig mit 6 ist immer 1+2+3, einer mit 24 immer 7+8+9. Außerdem hilft die 45er-Regel: Die Ziffern jeder Zeile, Spalte und jedes Blocks ergeben zusammen immer 45. Ragt ein Käfig nur mit einem Feld aus einem Block heraus, lässt sich dessen Wert oft direkt ausrechnen.

X-Sudoku (Diagonal-Sudoku)

Ein X-Sudoku sieht aus wie ein klassisches Rätsel, hat aber eine Zusatzregel: Auch auf den beiden Hauptdiagonalen muss jede Ziffer von 1 bis 9 genau einmal vorkommen. Die Diagonalen sind meist farbig markiert.

Einstiegstipp: Behandeln Sie die Diagonalen wie zusätzliche Zeilen. Besonders das Mittelfeld ist spannend, denn es gehört zu einer Zeile, einer Spalte, einem Block und zu beiden Diagonalen – dort sind die Einschränkungen am stärksten.

Jigsaw- bzw. Chaos-Sudoku

Beim Jigsaw-Sudoku (auch Chaos-Sudoku oder Puzzle-Sudoku genannt) sind die neun Blöcke keine Quadrate mehr, sondern unregelmäßige Formen aus je neun zusammenhängenden Feldern – wie Puzzleteile. Ansonsten gelten die üblichen Regeln.

Einstiegstipp: Die gewohnte Blockstruktur fällt weg, was viele Routinen durcheinanderbringt. Nützlich ist auch hier die 45er-Regel: Betrachten Sie mehrere komplette Zeilen und die Formen, die teilweise hineinragen. Die Felder, die „herausstehen“, müssen dieselben Ziffern enthalten wie die, die „fehlen“.

Hyper-Sudoku (Windoku)

Im Hyper-Sudoku sind innerhalb des 9×9-Gitters vier zusätzliche 3×3-Bereiche markiert, die jeweils um eine Zeile und Spalte vom Rand versetzt liegen. Optisch erinnert das an ein Fenster mit vier Scheiben – daher der Name Windoku. Auch in diesen vier Bereichen muss jede Ziffer genau einmal vorkommen.

Einstiegstipp: Durch die Überlappungen entstehen weitere „versteckte“ Einheiten, etwa die Felder zwischen den Fensterscheiben. Wer sie erkennt, findet Hidden Singles, die im klassischen Sudoku nicht möglich wären.

Samurai-Sudoku

Ein Samurai-Sudoku besteht aus fünf klassischen 9×9-Gittern, die wie eine Fünf auf dem Würfel angeordnet sind. Das mittlere Gitter teilt sich mit jedem der vier äußeren Gitter einen Eckblock. Jedes der fünf Gitter folgt den normalen Regeln. Insgesamt umfasst ein Samurai 369 Felder und ist damit ein Rätsel für lange Abende.

Einstiegstipp: Beginnen Sie mit dem Gitter, das die meisten Vorgaben hat, und konzentrieren Sie sich früh auf die geteilten Eckblöcke. Jede dort gefundene Ziffer hilft gleich in zwei Gittern weiter.

Kleine und große Formate: 4×4, 6×6, 16×16

FormatBlöckeZiffernGeeignet für
4×42×21–4Kinder ab etwa 5 Jahren, zum Erklären der Regeln
6×62×31–6Kinder im Grundschulalter, kurze Rätsel für zwischendurch
9×93×31–9Der Klassiker für alle Altersgruppen
16×164×41–9 und A–G (oder 0–F)Erfahrene Rätsler mit viel Zeit

Die kleinen Formate eignen sich hervorragend, um Kindern logisches Denken nahezubringen: Die Regeln sind identisch, aber die Rätsel überfordern nicht. Das 16×16-Format (auch Hexadoku genannt) verwendet zusätzlich Buchstaben, weil die Ziffern 1 bis 9 nicht ausreichen.

Weitere Varianten im Kurzporträt

Verwandte Rätsel: Kakuro und KenKen

Kakuro ist eine Art Kreuzworträtsel mit Zahlen: Waagerechte und senkrechte Felderreihen müssen eine vorgegebene Summe ergeben, ohne dass sich eine Ziffer innerhalb einer Reihe wiederholt. Wer Killer-Sudoku mag, findet hier eine verwandte Herausforderung – allerdings ohne Zeilen-, Spalten- und Blockregel für das gesamte Gitter.

KenKen (auch Calcudoku) kombiniert ein lateinisches Quadrat (jede Ziffer einmal pro Zeile und Spalte, aber keine Blöcke) mit Rechenkäfigen, in denen nicht nur addiert, sondern auch subtrahiert, multipliziert oder dividiert wird.

Die Lösungstechniken des klassischen Sudoku – vor allem Hidden Singles, Paare und Blockinteraktionen – funktionieren in fast allen Varianten. Wer das klassische Rätsel sicher beherrscht, hat deshalb den besten Einstieg in jede neue Spielart.